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Grün Rockt - Festivals auf dem Weg zur Nachhaltigkeit

Samera Zagala 0 17Ziele Nachhaltigkeit

Sommerzeit ist Festivalzeit: Unzählige Veranstaltungen locken jährlich Tausende von begeisterten Besucherinnen und Besuchern an. Gleichzeitig entstehen Berge von Müll. Wie gehen Festivals damit um und wie bringen sie nachhaltige Themen unter die Gäste? „Grün Rockt“ ist ein Beispiel.

Foto: Engagement Global

Ob Musik, Tanz, Sport oder Entspannung - unzählige Festivals locken jährlich Tausende von Besucherinnen und Besucher. Felder und Wiesen verwandeln sich für ein Wochenende in kleine Dörfer und ganze Städte. Geschlafen wird in Zelten oder Wohnmobilen, im eigens aufgebauten Supermarkt eingekauft und vor den Bühnen getanzt und gesungen.

Aber wie sieht es nach dem Feiern aus, wenn das Festival zu Ende ist und alle Menschen abgereist sind? Das Bild, das die verlassenen Festival-Gelände hinterlassen ist erschreckend: Berge von Müll und zerstörte Zelte soweit das Auge reicht. Frei nach dem Motto – nach mir die Sintflut. Mehr und mehr Veranstalter wollen darum saubere Festivals, die umweltfreundlich und nachhaltig sind.

„Grün Rockt“: Unter diesem Motto führt das Highfield Festival bei Leipzig verschiedene Projekte durch, um auf die Müll-Probleme aufmerksam zu machen: Das beginnt bereits zu Anfang des Festivaks, mit „Grün Reisen“. Empfohlen wird die An- und Abreise mit Bus und Bahn. Der Festival-Shuttlebus von und zum Hauptbahnhof ermöglicht flexibles und umweltschonendes Reisen.

Wer es ruhiger und sauberer mag, kann sich für den Zeltbereich „Grüner Wohnen“ anmelden. Zusätzlich gibt es das Angebot „Mein Zelt steht schon“ - also erst gar kein eigenes Zelt mitnehmen, sondern eines mieten. Der Auf- und Abbau ist im Preis inbegriffen. Andernorts gibt es die Möglichkeit, nach dem Festival sein Zelt, Schlafsack und Isomatte für Obdachlose und Flüchtlinge zu spenden.

Eine andere Maßnahme ist das Müllpfand: Wer an dem Festival teilnehmen will, zahlt mit dem Ticket ein Müllpfand von 5 Euro. Nach Abgabe eines vollen Müllsacks an den Recyclingstationen bekommt man dieses Pfand zurück. Eine eigene Müllabfuhr und verschiedene Müll-Sammel-Stationen sollen helfen, den Platz sauber zu halten. Das Pfandbecher-System an den Getränkestationen und die Festival App mit weiterführenden Informationen verringern ebenfalls die Produktion von Müll.

Und auch der Supermarkt auf dem Festivalgelände kann helfen: Die Idee dahinter ist, Hamsterkäufe zu verhindern, die auf Festivals geschleppt und größtenteils dort liegen gelassen werden. Hier greift auch „Foodsharing – Verwenden statt verschwenden!“: Lebensmittel, die die Gäste nicht mehr mit nach Hause nehmen möchten, werden gesammelt und auf dem Festival verteilt. Alles was übrig bleibt, geht an die örtliche Tafel. „Auch unsere Festivals hinterlassen einen signifikanten ökologischen Fußabdruck. Diesen möchten wir mit unseren ‚Grün Rockt Projekten‘ in erster Linie reduzieren. Gleichzeitig möchten wir für nachhaltige Themen werben und mit den Projekten diese wichtigen Themen attraktiv unter unsere jungen Gäste mischen und somit in die Gesellschaft tragen“, sagt Julia Baer vom Highfield-Veranstaltungsteam.

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