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Mais que uma bola - Mehr als ein Ball

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Werner Schleicher ist Projektkoordinator beim Sportamt Köln und für das Projetk "Mais que uma bola - mehr als ein Ball" zuständig. 2014 hat er mit anderen Kölner Initiativen bei dem Wettbewerb Kommune bewegt Welt von Engagement Global gewonnen. Hier erzählt er mehr über das Projekt.

Links sieht man Werner Schleicher und rechts den Brasilianer Jorginho
Werner Schleicher und Jorginho. Foto: Schleicher

Worum geht es bei Ihrem Projekt „Mais que uma bola – mehr als ein Ball“?

Im Rahmen der Städtepartnerschaft Köln – Rio de Janeiro richtet sich das Sportprojekt „Mais que uma bola – mehr als ein Ball“ an Jugendliche aus beiden Städten im Alter von jeweils 14-16 Jahren. Partner sind die Heinrich-Böll-Gesamtschule in Köln-Chorweiler und „Bola para Frente“, Fußballschule in Guadalupe, Rio, Zona Norte.

Aus Anlass der Fußball WM 2014 hat das Sportamt der Stadt Köln und die „Rheinflanke gGmbH“ mit der Heinrich-Böll-Gesamtschule 2013 + 2014 den Jugendaustausch mit der von Jorginho gegründeten Einrichtung begonnen. Beiden Seiten haben die Begegnungen mit Jugendlichen vom anderen Ende der Welt die Augen geöffnet. Die Globalisierung wurde hautnah erfahrbar und das Interesse an der jeweils anderen Kultur geweckt. Der Fußball baute die Brücke.

Was ist das Ziel des Projektes?

Ziel des Projektes ist die Verbesserung der interkulturellen Kompetenz und der Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen aus benachteiligten Stadtteilen von Köln und Rio. Eine Wertevermittlung von Hilfsbereitschaft, Toleranz und Respekt soll vermittelt werden.

Sie haben im Jahr 2014 mit anderen Kölner Initiativen beim Wettbewerb Kommune bewegt Welt gewonnen. Der Wettbewerb prämiert Projekte und Maßnahmen zum Thema Migration und Entwicklung, bei denen Kommunen (Städte, Landkreise und Gemeinden) mit Migrantenorganisationen und anderen Eine-Welt-Akteuren zusammenarbeiten. Wofür konnten Sie das Preisgeld nutzen?

Die Summe von 2.500,- € (Zehntelanteil) wurde komplett als Grundstock für die zweite Auflage unseres Projektes : „Mehr als ein Ball“ verwendet. Inzwischen ist das neue Projekt fast finanziert und mit einer neuen Gruppe von Jugendlichen aus Köln Chorweiler fahre ich Ende dieses Monats wieder in die Armenviertel von Rio. Das Projekt konnte so nachhaltig weiterentwickelt werden (Olympiaprojekt Köln-Rio 2016). Das Geld kommt zu 100 % den beteiligten Jugendlichen aus Köln und Rio de Janeiro zugute. Die Brasilianer kommen dann im Sommer zu uns.

Wir freuen uns, dass das Projekt jetzt zur Olympiade weitergeht. Wie sieht die Neuauflage genau aus?

Neben dem Fußball sollen weitere Sportarten hinzugenommen werden, um den olympischen Gedanken mit aufzunehmen. Die 14-16 Jährigen werden nun wieder im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften, hier wie dort, auf die jeweils andere Kultur vorbereitet. Es wird wieder Portugiesisch Unterricht erteilt, sowie Musik und natürlich Geographie und Gesellschaftslehre. Die Schüler/innen des ersten Austauschs werden als Multiplikatoren (Sportausbilder) eingesetzt.

Zwei Begegnungswochen sind geplant: Im März 2016 in Rio und im Juni 2016 in Köln mit jeweils ca. 20 Personen.

Zur Sicherung der Nachhaltigkeit wurde auch vereinbart, nach der Schule, also 2017, einen Praktikantenaustausch für 3-4 Monate zu planen, in dem jeweils zwei Jugendliche in den Familien wohnen und im Bereich Sport in der jeweils anderen Stadt ein Praktikum absolvieren.

Auch die Unterstützung der Favela Triangolo soll weiter ausgebaut werden. In der Favela leben rund 1000 - 2000 Menschen unter der Autobahn unter katastrophalen Lebensbedingungen und rund 20 % der Kinder aus der Fußballschule kommen hierher. Von dem Geld einer Schulsammlung der HBG wurden Dinge des täglichen Lebens wie Matratzen, Ventilatoren und Pampers von den Chorweiler Schülern im März 2015 an die Familien überreicht.

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