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NachhaltigkeitsCamp Bonn

Daniel Montua 0 Globales Lernen Globalisierung Klimaschutz Kommunikation Nachhaltigkeit

Das NachhaltigkeitsCamp in Bonn war ein voller Erfolg. Daniel Montua von Engagement Global berichtet von der Veranstaltung. Unter dem Artikel finden Sie außerdem eine Liste weiterer Blog-Beiträge zum NachhaltigkeitsCamp.

Die Teilnehmenden in der Halle des BaseCamps sitzen auf Stühlen vor einer Bühne während der Begrüßung.
Das NachhaltigkeitsCamp im BaseCamp in Bonn. Foto: Severin Caspari

Trotz des bisher kaum vorhandenen Sommers, zeigt sich dieser Morgen mal von der freundlichen Seite. Gegen 8:00Uhr betrete ich voll bepackt mit Taschen und Material das BaseCamp Bonn, dem (wie sie selbst schreiben) größten „Indoor Vintage Fake Campingplatz“. Die Stimmung erinnert mich wirklich an meinen letzten Campingurlaub. Mit Kulturtaschen bepackte Gäste schlendern zu den Waschräumen und auf der Empore wird gemütlich das Frühstück eingenommen. Auf der Hauptbühne hat es sich - neben unserem Veranstaltungsbanner - eine halbe Schulkasse zum Schlafen gemütlich gemacht, denen es in dem großen ausrangierten Schlafwagen wohl zu heiß geworden ist. Hier soll heute also ein Barcamp zum Thema Nachhaltigkeit stattfinden?

Gut eine Stunde später werden die ersten Namensbadges ausgegeben. Alte Bekannte begrüßen sich, die ersten lockeren Gespräche entstehen. Über 150 Teilnehmende haben sich angemeldet. Mit dabei Vertreterinnen aus den großen Bonner Organisationen, Hochschulen, Unternehmen, aber auch viele interessierte Einzelpersonen.

Kurz nach 10 Uhr stehen wir dann tatsächlich auf der Bühne und begrüßen die Teilnehmenden der Veranstaltung. „Wer von Euch hat noch nie ein Barcamp besucht?“ fragen wir, woraufhin sich gut Zweidrittel der Arme gen Hallendecke bewegen. Beeindruckt sind wir als sich dennoch fast 30 Teilnehmende beherzt Richtung Bühne bewegen und ihren Sessionvorschlag auf eine Moderationskarte schreiben. Ich habe das Gefühl, dass schon die Vorstellungen der Sessions bei den Teilnehmenden ziemlich gut ankommen und deutliche Reaktionen auslösen. Die Vorstellung der Session „Primark auf dem Bonner Bahnhofsvorplatz und andere Katastrophen“ ist da nur ein Beispiel.

Meine Bedenken, wie wir die vielen Themen sinnvoll auf die verschiedenen Räumlichkeiten aufteilen, verfliegen langsam, als sich der Sessionplan auf den Metaplanwänden zu einem ziemlich guten Programm zurechtruckelt.

Drei Männer stehen vor der Wand wo der Sessionplan angepinnt wurde.
Der Session-Plan ist vielseitig! Foto: Severin Caspari

Ein Barcamp soll immer Raum für Austausch und Diskussionen geben. Im Baseamp Bonn gibt es genau EINEN Raum den wir möglichst sinnvoll bespielen wollen. Hier in Bonn haben sich in den letzten Jahren Silentpartys etabliert, bei denen die Gäste den Sound per Kopfhörer auf die Ohren bekommen und dann fast geräuschlos durch die Partynacht tanzen. Warum also diese Technik nicht auch für ein Barcamp nutzen? Auch wenn noch nicht alles perfekt funktioniert, so sitzt die Mehrheit sehr zufrieden in den lautlosen Vorträgen. Irgendwer bringt direkt den Begriff der „Micky Mouse Sessions“ ein.

Gegen Nachmittag kann ich auch selbst einmal eine Session besuchen. Auf Sofas, Stühlen und in einem Strandkorb machen wir es uns gemütlich, um Karin bei ihrer „Minecraft“ Session zu lauschen. Ich gebe zu, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, nächtelang an Gebäuden (Klotz für Klotz) zu basteln. Aber es beeindruckt mich, dass gerade Jugendliche im Spielverlauf mit nachhaltigen Themen konfrontiert werden. „Karotten anbauen im Schnee? Kann man machen, aber kostet dann eben einiges an Energie!“, erklärt Karin.

Um 17:00 Uhr trommeln wir nochmal alle zusammen, um uns zu verabschieden und um Feedback einzuholen. Die Rückmeldungen sind absolut positiv und sehr motivierend. Gut auch, dass wir ein paar Hinweise zu Verbesserungsvorschlägen erhalten, so können wir zum Beispiel die selbst eingerichtete Mitfahrzentrale ruhig etwas früher kommunizieren oder auch über papierlose Flipcharts nachdenken. Die zentrale Frage aber lautet „Was bleibt!?“. Wir als Organisatoren, werden versuchen Inhalte zu vernetzen und werden auch prüfen, in welcher Form ein NachhaltigkeitsCamp 2017 in Bonn stattfinden kann. Letztendlich sind aber alle gefragt die dort waren und neue Kontakte geknüpft haben.

So langsam verlassen die Besucherinnen und Besucher die Halle und werfen ihre Namensbadges in die Sammelbox am Eingang.

Als ich mich auf den Heimweg mache, liegt das Basecamp wieder fest unter der Kontrolle der vielen Schulgruppen, die sich auf ein schönes Wochenende an diesem besonderen Ort freuen.

Was meint ihr? War dieses Barcamp nachhaltig?

Gerne möchten wir hier eine Liste mit euren Blogbeiträgen zusammenstellen:

Lasst von Euch hören!

Daniel Montua für das Organisationsteam.

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