Weltwassertag

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Die Ressource Wasser ist lebenswichtig – als Trinkwasser, für Sanitärversorgung, Gesundheit und Umwelt. Und trotzdem haben circa zwei Milliarden Menschen weltweit keinen zuverlässigen Zugang zu Wasser. Die kleine Hilfsaktion e.V. setzt sich unter anderem in Kambodscha im Bereich WASH (Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene) ein. Im Interview erzählt Nadine Urbansky, leitende Projektmanagerin bei "Die Kleine Hilfsaktion e.V.", von der Umsetzung des Projekts und den weiteren Plänen des Vereins.

Die Ressource Wasser ist lebenswichtig – als Trinkwasser, für Sanitärversorgung, Gesundheit und Umwelt. Und trotzdem haben circa zwei Milliarden Menschen weltweit keinen zuverlässigen Zugang zu Wasser. Die kleine Hilfsaktion e.V. setzt sich unter anderem in Kambodscha im Bereich WASH (Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene) ein. Im Interview erzählt Nadine Urbansky, leitende Projektmanagerin bei "Die Kleine Hilfsaktion e.V.", von der Umsetzung des Projekts und den weiteren Plänen des Vereins.

Portait von Nadine Urbansky
Portait von Nadine Urbansky. Foto: Kleine Hilfsaktion e.V.

1. Frau Urbansky, die kleine Hilfsaktion e. V. engagiert sich unter anderem in Kambodscha, Laos und Tansania mit ganz unterschiedlichen Projekten. Wie ist das von bengo geförderte Projekt, die Nachrüstung und Modernisierung von WASH-Einrichtungen in kambodschanischen Gesundheitszentren, entstanden? Was musste bei der Planung/Umsetzung beachtet werden?

Wir arbeiten schon seit Jahren im Bereich WASH (Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene) und rüsten sowohl einzelne Haushalte in Krisensituationen als auch ganze Schulen mit einem angepassten WASH aus. Wir bevorzugen Projekte an Orten, an denen die Zahl der Beneficaries besonders hoch ist. In einer Schule haben Schülergenerationen etwas von der Anlage und tragen das Wissen weiter. Gesundheitszentren haben mit ihren tausenden PatientInnen Zugang zu Menschen in einer oft schwierigen gesundheitlichen Situation. Gerade hier ist ein Mindestmaß an Hygiene und natürlich als Basis sauberes Wasser oft direkt lebensrettend. Wir machen die Zentren gleichzeitig zugänglich für Menschen mit Behinderung.

2. Die Modernisierung ist aber nur der erste Schritt des Projektes. Was sollte darüber hinaus noch passieren und warum?

Das sollte nicht passieren, es passiert. Wir nennen es intern „Projekt-Software“. Die Modernisierung und der Zugang zu sauberem Wasser sind für die MitarbeiterInnen im Zentrum und den begleitenden AkteurInnen der VHSGs (Village-Health-Support-Groups) eine große Motivation, die von uns durchgeführten Schulungen zu besuchen. Sie tragen das zusätzliche Wissen über wasserinduzierte Krankheiten und Hygiene weiter in die Dörfer und zu den PatientInnen.

3. Wieso wurde sich bei dem Projekt auf die Gesundheitszentren konzentriert anstatt Privathaushalte oder andere Gemeinschaftsorte?

Bereits unser erstes gefördertes Projekt aus dem Jahr 2013 war ein WASH-Projekt. Damals haben wir 72 vorher obdachlosen Familien ein neues Zuhause gegeben und jede Familie wurde mit einem kleinen Regenwasserauffangsystem, einer Latrine und einem Bio-Sandfilter ausgerüstet. Gerade WASH-Anlagen, die von vielen Beneficaries genutzt werden, sind effektiv und nachhaltig. Daher haben wir uns in den Folgejahren auf Umrüstungen großer Schulen spezialisiert.

Ein ganz persönliches Schlüsselerlebnis hat uns dann auf die hygienischen Missstände und den Wassermangel in den ländlichen Gesundheitszentren Kambodschas aufmerksam werden lassen. Nach einem umfangreichen Screening und der Entwicklung eines benötigten Standards wurde uns die Notwendigkeit und die Effizienz dieser Maßnahme klar.

4. Wie ist der aktuelle Stand des Projektes? Gab es Überraschungen?

Am 28. Februar 2022 war geplantes Projektende. Gerade in Zeiten von Corona macht es uns sehr stolz, dass wir den Zeitplan trotz mehrfacher Situationen, in den wegen der geänderten Rahmenbedingungen Improvisationsgeist bei allen AkteurInnen gefragt war, termingerecht bleiben konnten. Herr Debschütz [Anm. d. Red.: Geschäftsführer der Kleinen Hilfsaktion e. V.) war zum Projektende persönlich in Kambodscha und hat sich über das Ergebnis ein Bild gemacht. Zu sehen, dass nun 28 Gesundheitszentren über den gleichen (hohen) WASH-Standard verfügen, war ein tolles Gefühl. Die Zahl an Menschen, denen damit nachhaltig geholfen wird, ist beeindruckend. 56.000 PatientInnen jedes Jahr. Der Folgeantrag ist bereits eingereicht.

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